Gegen die Gewohnheit

Von Januar 2023 bis Dezember 2025 probieren das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst Berlin im Projekt „Das Kollaborative Museum“, kurz CoMuse, neue Formen der internationalen Zusammenarbeit aus: beim Kuratieren von Ausstellungen, beim Erforschen der Sammlungen, in Vermittlungsformaten, in künstlerischen Interventionen und in der Restaurierung. Dafür stellen Anna Schäfers als Mitarbeiterin im Projekt und Katharina Erben als freiberufliche Kulturredakteurin verschiedene Projekte innerhalb von CoMuse vor. Sie sprechen mit Vertreter*innen Indigener Gesellschaften, internationalen Partner*innen und Fellows, Leuten aus der pluralen Berliner Stadtgesellschaft und den Menschen aus dem Museum, die mit ihnen kooperieren, z. B. Kurator*innen, Vermittler*innen, Restaurator*innen.

„Gegen die Gewohnheit – Der Podcast zu neuen Formen der Zusammenarbeit im Ethnologischen Museum und im Museum für Asiatische Kunst, Berlin“ wird produziert von speak low im Auftrag der Staatlichen Museen zu Berlin

Gegen die Gewohnheit

Neueste Episoden

Die Neue: Henrietta Lidchi

Die Neue: Henrietta Lidchi

23m 35s

Die Neue: Henrietta Lidchi

Seit Mai 2026 haben das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst eine neue Direktorin: Henrietta Lidchi. Frisch aus New Mexico nach Berlin gezogen, erzählt uns Henrietta von ihrer bisherigen Laufbahn und was sich in diesen 30 Jahren im Museumsbereich verändert hat. Provenienzforschung läuft heute anders, Kollaboration wird neu verstanden, ein Prozess zur Diversifizierung der Belegschaft von Museen hat begonnen. Außerdem beleuchtet sie, inwiefern die Gründungsgeschichte eines Museums unter Umständen für seine Arbeit deutlich wichtiger sein kann als das Land, in dem es steht. Und wie schätzt Henrietta das Humboldt Forum und seine Arbeit ein?...

Sprechende Matten aus Kenia

Sprechende Matten aus Kenia

24m 17s

Sprechende Matten aus Kenia

Zwölf Matten, geflochten aus Blättern der Senegalesischen Dattelpalme, werden in den Sammlungen des Ethnologischen Museums bewahrt. Sie stammen aus dem Lamu-Archipel und dem gegenüberliegenden Festland an der Küste Kenias. In acht dieser Matten sind Gedichte geflochten, auf Kiswahili in arabischer Schrift.
Im Projekt „Talking Mats: Interwoven Histories – Connecting Peoples“ hat ein Team mit Menschen aus Berlin, den National Museums of Kenya und weiteren Fachleuten aus der Ursprungsregion der Matten sich gemeinsam mit ihnen beschäftigt: Wie und warum sind sie hergestellt worden? Welche Bedeutung haben die Gedichte? Wie sind die Matten ins Museum nach Berlin gekommen?...

Mwano – Umgang mit einem kolonialen Archiv

Mwano – Umgang mit einem kolonialen Archiv

20m 12s

Mwano – Umgang mit einem kolonialen Archiv

Mwano bedeutet auf Douala „Strategie“ und ist der Name eines Projekts am Ethnologischen Museum. Es bezeichnet die Strategie, mit der ein deutsch-kamerunisches künstlerisch-wissenschaftlich-aktivitisches Team die Kamerun-Sammlungen des Ethnologischen Museums öffnen und das Land in Ausstellungen differenzierter darstellen will. Das Team stellt aus Fotografien und Tonträgern aus der Zeit der deutschen Kolonialherrschaft einen Ausstellungszyklus zusammen, bei dem jeweils ein Fokus gesetzt wird: Architektur, Menschen und Beziehungen, Kunst und Handwerk, Sozial- und Machtstrukturen und Leerstellen. In dieser Folge des Podcasts hört Ihr von zwei Menschen aus diesem Projekt.

Gesprächspartnerinnen in der Reihenfolge ihres Auftritts

Augustine...

Kollaboration zu den Mapuche-Sammlungen im Ethnologischen Museum

Kollaboration zu den Mapuche-Sammlungen im Ethnologischen Museum

24m 39s

Kollaboration zu den Mapuche-Sammlungen im Ethnologischen Museum

Das Volk der Mapuche kämpft gegenüber Chile und Argentinien um seine Anerkennung. Die Staaten hatten die Mapuche im 19. Jahrhundert gewaltsam von seinen angestammten Territorien vertrieben. In dieser Zeit gelangten auf verschiedenen Wegen viele Fotos und Tonaufnahmen, Schmuck- und Alltagsgegenstände der Mapuche in die Sammlungen des Ethnologischen Museums Berlin. Sie erzählen von Gewalt und Enteignung, aber auch von Mapuche-Identität. Eine Delegation der Mapuche besuchte 2025 Berlin, um die Gegenstände zusammen mit den Mitarbeitenden des Museums zu sichten, sie spirituell zu pflegen und das Wissen, das damals nicht erfasst wurde, zu ergänzen. Dabei kam...