Gegen die Gewohnheit

Von Januar 2023 bis Dezember 2025 probieren das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst Berlin im Projekt „Das Kollaborative Museum“, kurz CoMuse, neue Formen der internationalen Zusammenarbeit aus: beim Kuratieren von Ausstellungen, beim Erforschen der Sammlungen, in Vermittlungsformaten, in künstlerischen Interventionen und in der Restaurierung. Dafür stellen Anna Schäfers als Mitarbeiterin im Projekt und Katharina Erben als freiberufliche Kulturredakteurin verschiedene Projekte innerhalb von CoMuse vor. Sie sprechen mit Vertreter*innen Indigener Gesellschaften, internationalen Partner*innen und Fellows, Leuten aus der pluralen Berliner Stadtgesellschaft und den Menschen aus dem Museum, die mit ihnen kooperieren, z. B. Kurator*innen, Vermittler*innen, Restaurator*innen.

„Gegen die Gewohnheit – Der Podcast zu neuen Formen der Zusammenarbeit im Ethnologischen Museum und im Museum für Asiatische Kunst, Berlin“ wird produziert von speak low im Auftrag der Staatlichen Museen zu Berlin

Gegen die Gewohnheit

Neueste Episoden

Kollaboration zu den Mapuche-Sammlungen im Ethnologischen Museum

Kollaboration zu den Mapuche-Sammlungen im Ethnologischen Museum

24m 39s

Kollaboration zu den Mapuche-Sammlungen im Ethnologischen Museum

Das Volk der Mapuche kämpft gegenüber Chile und Argentinien um seine Anerkennung. Die Staaten hatten die Mapuche im 19. Jahrhundert gewaltsam von seinen angestammten Territorien vertrieben. In dieser Zeit gelangten auf verschiedenen Wegen viele Fotos und Tonaufnahmen, Schmuck- und Alltagsgegenstände der Mapuche in die Sammlungen des Ethnologischen Museums Berlin. Sie erzählen von Gewalt und Enteignung, aber auch von Mapuche-Identität. Eine Delegation der Mapuche besuchte 2025 Berlin, um die Gegenstände zusammen mit den Mitarbeitenden des Museums zu sichten, sie spirituell zu pflegen und das Wissen, das damals nicht erfasst wurde, zu ergänzen. Dabei kam...

Musik und Haare

Musik und Haare

26m 16s

Musik und Haare

Im Herbst 2024 hat das Kollaborative Museum einen Open Call veröffentlicht, um Fellowships zu vergeben. Zwei der drei ausgewählten Fellows waren im Sommer 2025 in Berlin, beide beforschen die Sammlungen des Ethnologischen Museums, beide arbeiten mit Diaspora Communitys in Berlin, also mit Gruppen von Menschen, die ihre Migrationsgeschichte verbindet. Die Details waren dann allerdings schon unterschiedlich. Bei Samuel Baah Kortey aus Ghana ging es um die Schwarze Diaspora und Kämme in den Sammlungen des Ethnologischen Museums. Nhi Duong forschte über die vietnamesischen Diasporas in Berlin, wie sich ihre Musik unterscheidet und sie zusammenbringt.

Gesprächspartner*innen in der Reihenfolge...

Noch einmal: Die Global Cultural Assembly – Entwicklungen 2025

Noch einmal: Die Global Cultural Assembly – Entwicklungen 2025

19m 37s

Noch einmal: Die Global Cultural Assembly – Entwicklungen 2025

In der ersten Folge von „Gegen die Gewohnheit“ haben wir Euch von den Plänen für eine Global Cultural Assembly berichtet: Mehr als 80 Internationale Partner*innen des Ethnologischen Museums, des Museums für Asiatische Kunst und des Humboldt Forums waren 2022 und in kleinerer Besetzung 2023 in Berlin und haben mit den Museumsmenschen diskutiert, wie die Institutionen gerechtere Räume für Menschen aus den Herkunftsgesellschaften der Cultural Belongings und der Diaspora werden können. Nun hat im Juni 2025 die geplante Global Cultural Assembly im Humboldt Forum stattgefunden und die Weichen gestellt für eine dauerhafte,...

Kollaborative Projekte mit Indigenen Gruppen an der Nordwestküste Amerikas

Kollaborative Projekte mit Indigenen Gruppen an der Nordwestküste Amerikas

23m 26s

Kollaborative Projekte mit Indigenen Gruppen an der Nordwestküste Amerikas

Die weltgrößte Sammlung von Cultural Belongings der Eyak, einer Gruppe an der zentralen südlichen Küste Alaskas, befindet sich heute im Ethnologischen Museum Berlin. Grund dafür ist, dass von 1881 bis 1883 der norwegische Seemann Johan Adrian Jacobsen im Auftrag des Museums für Völkerkunde an der Nordwestküste Nordamerikas unterwegs war, um
Cultural Belongings verschiedener Indigener Gruppen „ethisch zu erwerben“ – wobei nicht all seine Erwerbungen ethisch waren, auch wenn er er eine Vielzahl erhandelt oder gekauft hat. Nachdem es 2018 erste Rückgaben von aus Gräbern geraubten Gegenständen an die in der Region...