Alle Episoden

Neue Verbindungen knüpfen – die neue Togo-Ausstellung

Neue Verbindungen knüpfen – die neue Togo-Ausstellung

‧ 23m 31s

Neue Verbindungen knüpfen – die neue Togo-Ausstellung

Das Ethnologische Museum Berlin bewahrt heute etwa 1.600 Cultural Belongings aus Togo. Sie sind zum großen Teil während der Kolonialzeit ins Museum gelangt, als Togo von 1884 bis 1914 deutsche Kolonie war. Welche Rolle können diese Gegenstände heute spielen, um neue Verbindungen zwischen den Menschen in Deutschland und Togo zu knüpfen? Dieser Frage widmet sich die Ausstellung „Tisser de nouveaux liens“, also „Neue Verbindungen knüpfen“, die ab 26. November 2026 im Humboldt Forum zu sehen sein wird. Sie ist entstanden in enger Kollaboration zwischen Berliner Museumsmenschen, Akademiker*innen und Künstler*innen aus Togo – zeitgenössische...

Die Neue: Henrietta Lidchi

Die Neue: Henrietta Lidchi

‧ 23m 35s

Die Neue: Henrietta Lidchi

Seit Mai 2026 haben das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst eine neue Direktorin: Henrietta Lidchi. Frisch aus New Mexico nach Berlin gezogen, erzählt uns Henrietta von ihrer bisherigen Laufbahn und was sich in diesen 30 Jahren im Museumsbereich verändert hat. Provenienzforschung läuft heute anders, Kollaboration wird neu verstanden, ein Prozess zur Diversifizierung der Belegschaft von Museen hat begonnen. Außerdem beleuchtet sie, inwiefern die Gründungsgeschichte eines Museums unter Umständen für seine Arbeit deutlich wichtiger sein kann als das Land, in dem es steht. Und wie schätzt Henrietta das Humboldt Forum und seine Arbeit ein?...

Sprechende Matten aus Kenia

Sprechende Matten aus Kenia

‧ 24m 17s

Sprechende Matten aus Kenia

Zwölf Matten, geflochten aus Blättern der Senegalesischen Dattelpalme, werden in den Sammlungen des Ethnologischen Museums bewahrt. Sie stammen aus dem Lamu-Archipel und dem gegenüberliegenden Festland an der Küste Kenias. In acht dieser Matten sind Gedichte geflochten, auf Kiswahili in arabischer Schrift.
Im Projekt „Talking Mats: Interwoven Histories – Connecting Peoples“ hat ein Team mit Menschen aus Berlin, den National Museums of Kenya und weiteren Fachleuten aus der Ursprungsregion der Matten sich gemeinsam mit ihnen beschäftigt: Wie und warum sind sie hergestellt worden? Welche Bedeutung haben die Gedichte? Wie sind die Matten ins Museum nach Berlin gekommen?...

Mwano – Umgang mit einem kolonialen Archiv

Mwano – Umgang mit einem kolonialen Archiv

‧ 20m 12s

Mwano – Umgang mit einem kolonialen Archiv

Mwano bedeutet auf Douala „Strategie“ und ist der Name eines Projekts am Ethnologischen Museum. Es bezeichnet die Strategie, mit der ein deutsch-kamerunisches künstlerisch-wissenschaftlich-aktivitisches Team die Kamerun-Sammlungen des Ethnologischen Museums öffnen und das Land in Ausstellungen differenzierter darstellen will. Das Team stellt aus Fotografien und Tonträgern aus der Zeit der deutschen Kolonialherrschaft einen Ausstellungszyklus zusammen, bei dem jeweils ein Fokus gesetzt wird: Architektur, Menschen und Beziehungen, Kunst und Handwerk, Sozial- und Machtstrukturen und Leerstellen. In dieser Folge des Podcasts hört Ihr von zwei Menschen aus diesem Projekt.

Gesprächspartnerinnen in der Reihenfolge ihres Auftritts

Augustine...

Kollaboration zu den Mapuche-Sammlungen im Ethnologischen Museum

Kollaboration zu den Mapuche-Sammlungen im Ethnologischen Museum

‧ 24m 39s

Kollaboration zu den Mapuche-Sammlungen im Ethnologischen Museum

Das Volk der Mapuche kämpft gegenüber Chile und Argentinien um seine Anerkennung. Die Staaten hatten die Mapuche im 19. Jahrhundert gewaltsam von seinen angestammten Territorien vertrieben. In dieser Zeit gelangten auf verschiedenen Wegen viele Fotos und Tonaufnahmen, Schmuck- und Alltagsgegenstände der Mapuche in die Sammlungen des Ethnologischen Museums Berlin. Sie erzählen von Gewalt und Enteignung, aber auch von Mapuche-Identität. Eine Delegation der Mapuche besuchte 2025 Berlin, um die Gegenstände zusammen mit den Mitarbeitenden des Museums zu sichten, sie spirituell zu pflegen und das Wissen, das damals nicht erfasst wurde, zu ergänzen. Dabei kam...

Musik und Haare

Musik und Haare

‧ 26m 16s

Musik und Haare

Im Herbst 2024 hat das Kollaborative Museum einen Open Call veröffentlicht, um Fellowships zu vergeben. Zwei der drei ausgewählten Fellows waren im Sommer 2025 in Berlin, beide beforschen die Sammlungen des Ethnologischen Museums, beide arbeiten mit Diaspora Communitys in Berlin, also mit Gruppen von Menschen, die ihre Migrationsgeschichte verbindet. Die Details waren dann allerdings schon unterschiedlich. Bei Samuel Baah Kortey aus Ghana ging es um die Schwarze Diaspora und Kämme in den Sammlungen des Ethnologischen Museums. Nhi Duong forschte über die vietnamesischen Diasporas in Berlin, wie sich ihre Musik unterscheidet und sie zusammenbringt.

Gesprächspartner*innen in der Reihenfolge...

Noch einmal: Die Global Cultural Assembly – Entwicklungen 2025

Noch einmal: Die Global Cultural Assembly – Entwicklungen 2025

‧ 19m 37s

Noch einmal: Die Global Cultural Assembly – Entwicklungen 2025

In der ersten Folge von „Gegen die Gewohnheit“ haben wir Euch von den Plänen für eine Global Cultural Assembly berichtet: Mehr als 80 Internationale Partner*innen des Ethnologischen Museums, des Museums für Asiatische Kunst und des Humboldt Forums waren 2022 und in kleinerer Besetzung 2023 in Berlin und haben mit den Museumsmenschen diskutiert, wie die Institutionen gerechtere Räume für Menschen aus den Herkunftsgesellschaften der Cultural Belongings und der Diaspora werden können. Nun hat im Juni 2025 die geplante Global Cultural Assembly im Humboldt Forum stattgefunden und die Weichen gestellt für eine dauerhafte,...

Kollaborative Projekte mit Indigenen Gruppen an der Nordwestküste Amerikas

Kollaborative Projekte mit Indigenen Gruppen an der Nordwestküste Amerikas

‧ 23m 26s

Kollaborative Projekte mit Indigenen Gruppen an der Nordwestküste Amerikas

Die weltgrößte Sammlung von Cultural Belongings der Eyak, einer Gruppe an der zentralen südlichen Küste Alaskas, befindet sich heute im Ethnologischen Museum Berlin. Grund dafür ist, dass von 1881 bis 1883 der norwegische Seemann Johan Adrian Jacobsen im Auftrag des Museums für Völkerkunde an der Nordwestküste Nordamerikas unterwegs war, um
Cultural Belongings verschiedener Indigener Gruppen „ethisch zu erwerben“ – wobei nicht all seine Erwerbungen ethisch waren, auch wenn er er eine Vielzahl erhandelt oder gekauft hat. Nachdem es 2018 erste Rückgaben von aus Gräbern geraubten Gegenständen an die in der Region...

Manatunga. Künstlerische Interventionen von George Nuku

Manatunga. Künstlerische Interventionen von George Nuku

‧ 21m 18s

Manatunga – Künstlerische Interventionen von George Nuku

Auf Einladung des Ethnologischen Museums hat der Bildhauer George Nuku drei Interventionen für die Ozeanien-Ausstellungsflächen im Humboldt Forum entwickelt. Er nimmt die Thematik der Ausstellungsräume und die dort gezeigten Ausstellungsstücke auf und setzt die historischen Werke aus den Sammlungen des Ethnologischen Museums durch seine zeitgenössischen Kunstwerke aus Plexiglas und Plastik in eine neue Perspektive. Gemeinsam mit Dorothea Deterts, der Kuratorin für die Sammlungen aus Ozeanien, hat George mit uns im Studio über seine Arbeit für die Interventionen gesprochen: Was es für ihn heißt, Künstler zu sein; die Workshops mit Freiwilligen; Meerestiere aus Plastikflaschen....

Langzeitkooperation mit der Dorfgemeinschaft Macucu in Kolumbien

Langzeitkooperation mit der Dorfgemeinschaft Macucu in Kolumbien

‧ 24m 11s

Im Kollaborativen Museum geht es sehr viel um Kooperationen mit internationalen Partner*innen. Wenn die Beteiligten länger und vertrauensvoll miteinander arbeiten, dann wachsen die Inhalte über projektförmige, punktuelle Maßnahmen hinaus und es entsteht ein gemeinsamer Prozess, in dem die Aktivitäten aufeinander aufbauen. In dieser Folge von „Gegen die Gewohnheit“ berichtet die Kuratorin Andrea Scholz über ihre bereits sieben Jahre dauernde enge Zusammenarbeit mit einer Dorfgemeinschaft in Kolumbien. Macucu befindet sich am Fluss Vaupés im Amazonasgebiet an der Grenze zu Brasilien. Andrea hat bei ihrem letzten Aufenthalt dort auch mit zweien ihrer Partner*innen über die gemeinsame Arbeit gesprochen. Nachdem es in früheren...